Die Weinberge der Kellerei "Dolores Morenas" erstrecken sich über eine
Fläche von mehr als 60 Ha und befinden sich im Anbaugebiet Matanegra,
im Süden der Provinz Badajoz. Das Klima ist kontinental/mediterran mit
kalten Wintern und nächtlichen Temperaturen unter Null sowie sehr heißen
und trockenen Sommern. Die Tages- und Nachttemperaturen weisen ein starkes
Gefälle auf; Niederschlag fällt insbesondere in den Monaten November
bis März und erreicht 450 mm jährlich.
Unsere Weinberge befinden sich in der Umgebung von Los Santos de Maimona
und teilen sich auf vier unterschiedliche Lagen auf:
Weinberg El Musinal: 40 Ha. Nach der letzten Restrukturierung
unserer Weinberge pflanzen wir hier großteils die Rebsorte Tempranillo
(diverse Klone) sowie Fremdsorten wie Cabernet-Sauvignon, Merlot, Chardonnay
und die kleinbeerige Moscatel. Alle Reben werden an Spalieren mit Ost-West-Orientierung
gepflanzt und kontrolliert berieselt. Die Böden bestehen aus Schiefer
und kalkhaltiger Tonerde.
Weinberg La Sierra: 5 Ha. Anbau verschiedener, 15jähriger Klone
der Rebsorte Tempranillo. Die Traubenspaliere schmiegen sich an die
Hänge einer niedrigen Bergkette mit Böden aus kalkhaltiger Tonerde.
Weinberg El Salao: 9 Ha. hier haben wir unsere ältesten, die
25jährigen Rebstöcke der Rotweinsorten Garnacha Tintorera und Tempranillo
gepflanzt; der Rebschnitt erfolgt trocken sowie im Glas. Der Boden ist
weniger ton- sondern eher sandhaltig, da er sich in der Nähe eines Bachs
befindet, der ihn mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgt.
Weinberg La Nava und La Carrasca: 9 Ha. die ältesten Rebstöcke
der heimischen Weißweinsorten Eva de Los Santos, Cayetana und Pardina
mit jeweils 30 Jahren. Traditionelle Züchtung mit Trockenrebschnitt
sowie im Glas.
Den mit dem Weinanbau verbundenen Arbeiten messen wir große Bedeutung
bei und widmen ihnen all unsere Aufmerksamkeit im Ablauf des Jahres.
Wir führen experimentelle Rebschnitte durch, um bestmögliche Ergebnisse
in der Qualität zu erzielen. Die Rebstöcke werden ausgedünnt, um ertraglose
Triebe zu beseitigen, und wir lesen unreife Trauben, um die Erträge
zu verbessern und eine höhere Konzentration der Frucht zu erreichen.
Aufgrund
der Höhenlage des Anbaugebietes "Matanegra" vollzieht sich die Reifung
der Trauben langsamer. Damit erklärt sich auch, daß die Weinlese 2,
3 oder sogar 4 Wochen später beginnt als in den angrenzenden Anbaugebieten
wie beispielsweise "Tierra de Barros".
Die Lese wird größtenteils von Hand durchgeführt; wir verwenden Kisten
von 400 kg, damit die Trauben so unbeschadet wie möglich die Kellerei
erreichen.
Die maschinelle Lese erfolgt nachts, um so die hohen Temperaturen und
den direkten Kontakt mit der Sonne zu vermeiden, was zur Oxidation der
Traube führen würde. Hier handelt es sich einzig und allein um einige
Weißweinsorten (Chardonnay, kleinbeerige Moscatel).
All diesen Arbeiten widmen wir große Aufmerksamkeit, da nach unserer
Einschätzung im Weinberg das Geheimnis eines jeden großen Weines liegt.
